Chancen für den Lachs

Der Lachs ist eines der (wenigen) Erfolgstiere des Naturschutzes. In Deutschland sind vor allem die Wiederansiedlungsprojekte des Lachses an Rhein und Elbe bekannt und bisher gut verlaufen. Seit 1995 wurden insgesamt 1,6 Millionen Junglachse in den Elbnebenflüssen der Sächsischen und Böhmischen Schweiz ausgesetzt. Im Herbst 1998 kehrten die ersten 27 Laichfische von ihrer weiten, drei Jahre dauernden Jugendreise nach Grönland in ihre Heimatgewässer zurück 1999 wurden 76 Rückkehrer gezäht, 200 Exemplare waren es im Jahr 2000.

 

Sehr gute Kenntnisse und Erfahrungen hat man bei der Aufzucht und beim Aussetzen von Lachsen. Jedoch sind viele Bäche und Flüsse mit guter Wasserqualität verbaut. Im Zuge des Lachs-Projekts an der Elbe und ihren Nebenflüssen fanden daher bereits einige modellhafte Maßahmen zur Optimierung von Bächen statt, viele weitere sind geplant oder angedacht. Dabei spielt der Einzugsbereich des größten Elbnebenflusses Mulde eine besonders große Rolle.

 

Steckbrief Lachs

 

Aussehen: Mäßig gestreckt. Im Querschnitt etwa drehrund. Hochzeitskleid: Rücken dunkel, Seiten bläulich, Bauch rötlich, dunkle Flecken.

 

Größe und Gewicht: nach 1 Jahr: 50- 65 cm, 1,5- 3 kg, nach 2 Jahren: 70- 90 cm, 4 - 8 kg, nach 3 Jahren: 90- 105 cm, 8 -13 kg, maximal: 150 cm, 36 kg.

 

Geburtsort: Oberlauf großer Flüsse und deren Nebenflüsse.

 

Verhalten: Ausgeprägter Wanderfisch, der mit etwa 20 Zentimeter Länge flussab in die Nordsee und bis nach Grönland schwimmt. Nach 1-3 Jahren kehren die laichreifen Fische an ihren Geburtsort zurück. Nach dem Laichen gehen die meisten Lachse zugrunde.

 

Gefährdungen: Kanalisierung der Bäche und Flüsse, unüberwindliche Staustufen, Motorschiffe, Wasserverschmutzung. In keinem deutschen Fluss gibt es heute noch Fische, die von einheimischen Lachsen abstammen.